Ganz schön cool, was die Schweizer Fussballer der U-17 Nationalmannschaft da zeigen, in Nigeria. Die Kolumbianer im Halbfinale mit einem 4:0 vom Platz zu putzen war wirklich eine saubere Sache.
… allerdings mache ich mir um Santiago Arias ein kleines bisschen Sorgen. Dass er einen Penalty gegen die eigene Mannschaft verursacht hat und danach vom Platz gestellt wurde, dürfte schon schwer genug auf ihm lasten. Ich an seiner Stelle hätte aber echt den Gaggi in den Hosen. Man(n) weiss ja, wie seine Landsleute auf Fussballer reagieren, die an einer WM mal ein wenig versagen. Ich habe auf jeden Fall Andres Escobar in guter Erinnerung. Damals vor 15 Jahren, als Escobar an der Fussball-WM in den USA ein Eigentor landete und kurz darauf in seinem Heimatland umgenietet wurde, war ich ziemlich schockiert.
Ich hoffe für den kleinen Arias, dass sich die rote Karte nicht als Arschkarte entpuppt und nicht so streng gewertet wird wie ein Eigentor, ansonsten gute Nacht am Foifi.
Also, dieser Castor, äh… diese Caster, die Weltmeisterin im Zwei-Runden-auf-der-Tartanbahn-sprinten, die sieht ja wirklich aus wie ein Mann und eigentlich bin ich ziemlich sicher, dass sie auch ein Mann ist. Aber jetzt regen sich alle auf und finden es diskriminierend, weil sie schwarz ist (darf man schwarz eigentlich noch sagen?). Also, weil sie dunkelhäutig ist (darf man dunkelhäutig sagen?). Nun also, sie ist starkpigmentiert und jetzt denkt Afrika, man wolle sie nur schikanieren und es gehe nicht die Bohne darum, dass man Zweifel an ihrer Weiblichkeit habe (wieso auch) sondern man sei neidisch, weil sie die Europäerinnen geschlagen hat.
So.
Heute lese ich auf Tagi online einen Artikel, in dem sie von einem Fotoshooting erzählt und berichtet, sie hätte schöne Kleider anziehen dürfen und man hätte sie auch richtig hübsch zurechtgemacht, also habe ich mir die Bilder angesehen und … nun ja, sie sieht aus wie ein Mann in Frauenkleidern. Ich finde, dass es erst jetzt so richtig absurd und lächerlich wird und hoffe, dass sich Caster einfach wieder Jeans anzieht und ein bisschen maskulin in der Gegend rumrennt, alles andere würde mir noch mehr leid tun.
Heute findet in Maienfeld ein Kustturn-Länderkampf statt als Vorbereitung für die Weltmeisterschaften, die vor der Tür stehen und die in Stuttgart stattfinden werden. An diesem Länderkampf treten die Mannschaften von Puerto Rico, Südkorea und der Schweiz an. Das ist ja so ungewöhnlich nicht.
Soeben lese ich im Netz, dass einer Dame in Bad Ragaz die Handtasche von einem offenbar asiatisch aussehenden Mann gestohlen wurde und diese besagte Dame deswegen Anzeige erstattete, worauf sich ein ganz gefitzter Polizist zum Ziel setzte, den erstbesten, asiatisch aussehenden Mann zu verhaften. Das tat er dann auch, indem er die ganze Koreanische Nationalmannschaft einbuchtete. Schliesslich sehen alle ziemlich asiatisch aus und sicher ist eben sicher…
In der Aargauer Zeitung von gestern entdeckte ich einen Artikel über eine Schwingerin. Nicht, dass ich mich für das Frauenschwingen interessieren würde, ich stehe den Frauen in klassischen Männersportarten eher skeptisch gegenüber…
Auf jeden Fall war in diesem Artikel die Rede, dass sich diese Schwingerin für ihr Hobby nicht schämen würde, was meines Erachtens suggeriert, dass es schämenswert ist, als Frau zu schwingen. Ausserdem nannte der Autor die Schwingerinnen immer mit dem Familiennamen zuerst, was etwas burschikos wirkt, weil es für mich in Ordnung ist, über den Schwinger Meier Sepp zu berichten, allerdings etwas komisch anmutet, wenn in einem Artikel von Spears Britney oder Hilton Paris die Rede ist. Nun denn, auf jeden Fall wurde davon erzählt, dass sich beim letzten eidgenössischen Schwingfest zehn Schwingerinnen ein Viererzelt geteilt hätten. Nicht auszudenken, was man hier auszudenken geneigt ist.
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass diese Schwingerin einen Rest Würde gehabt haben sollte, wurde sie derer in diesem Artikel beraubt.
Täglich, nein fast stündlich, gesteht ein Rad- bzw. Ex-Radrennfahrer, einst gedopt zu haben. Die Frage ist, ob es sein musste, sich zu dopen. Eine weitere Frage ist, ob es sein muss, dies jetzt auszuplaudern. Aber die brennendste Frage ist meines Erachtens, ob es wirklich nötig ist, dass alle so tun, als wären sie überrascht.
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