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Archive for the ‘gedanken-gut?’ Category

Holzkopf

December 8th, 2009 Diva No comments

Tiger Woods ist ein blöder Trottel.

Nicht, dass mich seine Ehe und die damit verbundenen Probleme etwas angingen, es ist mir total egal, wieviele aussereheliche Beziehungen er hatte und noch hat. Dass er mit dem Auto einen Hydranten umnietete finde ich so sensationell auch wieder nicht, und dass er einen Baum rammte finde ich ebenfalls nur mässig tragisch.

Dass er seiner Frau aber einen siebenstelligen Betrag anbietet um die Ehe zu retten, das ist ja mehr als verachtenswert.

Bekanntlich hat der Mann ein Vermögen von über einer Milliarde Dollar. Wenn er also tatsächlich denkt, er könne seine Ehe mit Geld retten und dann nur eine siebenstellige Summe locker zu machen bereit ist, ist das einfach nur knickrig. Wenn schon, denn schon. Bei einem lausigen Milliönchen macht er seine Frau zu einer ordinären Prostituierten, kein Wunder also, dass sie ausgezogen ist.

Tiger im Tank wäre besser als Woods im Kopf.

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Categories: gedanken-gut? Tags:

Kinderfest

December 4th, 2009 Diva 7 comments

Neulich sagte ich zu LG, dass wir im nächsten Sommer einmal ein Grillfest organisieren könnten. Wir haben eine prima Feuerstelle, da, wo wir wohnen und die bietet Platz für viele viele Menschen. Ich sagte, wir könnten Freunde und Bekannte einladen, die Kinder hätten, weil es für unsere eigenen Kinder sonst wohl ein kleines bisschen langweilig wäre. LG fand die Idee auf einer Skala von 1 bis 10 wohl etwa 5ig. Ich auch. Weil es ganz schön spiessig ist. Vor über drei Jahren, als LG und ich noch kinderlos Schrägstrich flexibel Schrägstrich spontan Schrägstrich Dinks waren (ich war gar nie spontan, aber ich hätte es gut und gerne sein können (Spontaneität wird so überbewertet (ich bin Projektleiter, verdammt, ich plane!))), damals wäre der Gedanke an eine Party mit vielen Kindern einem schlechten Witz gleich gekommen.

Ich möchte den Gedanken trotzdem noch etwas weiterverfolgen. Es wäre dann wohl ein Familienfest, also würde man es auf einen Sonntagnachmittag terminieren, sagen wir mal 14h. Dort, wo das Fest stattfände, hat es zwei Brunnen. Die Kids würden also (natürlich korrekt mit Sunblocker (mind. 50er) eingerieben und MIT Sonnenhut, logo) planschen, kreischen, Erwachsene würden abwechslungsweise kontrollieren, ob kein Kind im Brunnen versenkt wird, ganz originelle Zeitgenossen nämen bestimmt noch ihre Haustiere mit, die dann bellend an einen Baum gebunden oder noch schlimmer frei herumlaufen würden. Um 14.15h wäre der erste Abtransport in die Notaufnahme um Platzwunden am Kopf von kleinen Kindern ausbessern zu lassen. Dafür könnte man ganz einfach einen Shuttleservice einrichten.

Um 15h würden die ersten Frauen ihre Männer auffordern, sich ebenfalls mit Sunblocker einzureiben. Um 15.30h würde die erste Person maulen, sie hätte Hunger. Um 15.45h nochmals, dabei würde LG mich daran erinnern, dass ich das um 15.30h bereits gesagt hätte. Verdammt. Um 16h wären die ersten Kinder schon total rot angelaufen (von der Rumrennerei), darüber noch mehr rot (von der Sonne, weil der Sunblocker vom vielen Wasser weggewaschen wurde (obwohl die in der Werbung gesagt haben, er sei wasserdicht, diese Gauner)). Um 16.30h würden wir diskutieren, ob Kind mit Bienenstich und ein bisschen geschwollenem Gesicht ein Anrecht auf einen Platz im Shuttleservice hat.  Um 16.45 würden einige Männer ihre Frauen angiften, es sei vollkommen egal, wie die Frisur aussehe, ein Sonnenhut müsse einfach sein bei dieser Schweinehitze. Um 17h wäre endlich das erste Grillgut fertig gegart und von da an wäre mir total gleichgültig, was weiter passiert.

LG, was denkst Du, tun wir einfach so, als hätte das Gespräch nie stattgefunden?

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Unnötig

December 1st, 2009 Diva 3 comments

Auf facebook gibt es die Gruppe „Ich schäme mich für das Resultat der Minarett-Initiative!“, der ich am Sonntag beigetreten bin, was zugegebenermassen etwas doof ist, aber es geht ja in erster Linie darum zu signalisieren, dass man über das Abstimmungsresultat nicht eben amused ist. Mein Beitritt veranlasste einen facebook-Bekannten, eben diesen zu kommentieren. Er fragte wieso (wohl, wieso ich mich schäme aber vielleicht auch, wieso ich beigetreten bin, wer weiss…) und meinte, Religionen seien auf solche Bauwerke nicht angewiesen, was vereinfacht heisst, dass er Minarette für nicht nötig hält.

Meinungsfreiheit. Demokratie. Okay.

Immerhin haben sich über 50% für die Initiative entschieden, was mich nicht überraschen dürfte, allerdings doch etwas nachdenklich stimmt. Und das absolut schockierendste ist, dass dieser facebook-Bekannte nicht total ungebildet ist. Köppel und Mörgeli ja auch nicht. Offenbar denkt die Mehrheit so.

Heisst das jetzt aber, dass man etwas, nur weil man es für nicht nötig hält, verbieten lassen soll? Das wäre eine tolle Sache, weil es durchaus Dinge gibt, auf die ich persönlich total gut verzichten könnte. Unnötiger Schnickschnack.

Cabriolets mögen lustig sein, sind aber wirklich nicht nötig. Weg damit. Skipisten sehen nicht nur unschön aus, sie bringen mir auch nichts, weil ich nicht Ski laufe. Streichen, Bäume pflanzen. Auberginen, Leber, Kutteln – eklig, verbieten! Mountain Bikes / Wakeboards / Tennisrackets / diverse Sportgeräte sind doch  nicht nötig, denn Gymnastik und Turnen füllt Gräber und Urnen. Vom Markt nehmen und jeden, der ein Sportgerät erwirbt/besitzt anzeigen. Tempolimits weg (hab am letzten Freitag eine Verzeigung kassiert, autsch), Nikotinpflaster abschaffen, Rollrasen zerstören, Weihnachtsdekorationen runternehmen, Armbanduhren verbannen, Honig vernichten. Die Liste wäre unendlich, wenn ich unendlich viel Zeit hätte, sie weiterzuführen.

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Categories: gedanken-gut? Tags:

Ich, Banausin

November 20th, 2009 Diva 3 comments

Anlässlich des Hinscheidens von Jeanne-Claude habe ich einmal mehr festgestellt, dass ich für diese Art von Kunst null Verständnis habe. Ich meine das nicht ganz so negativ, wie man das jetzt verstehen könnte, ich verstehe die Kunst einfach nicht, was nicht heisst, dass sie meines Erachtens keine Berechtigung hätte. Sie darf sein, sie berührt mich einfach nicht.

Und obwohl diese Kunst offenbar extrem kunstig ist – nicht umsonst heisst Jeanne-Claude Jeanne-Claude, man muss sich einen Namen verdienen, der so ganz ohne Nachnamen auskommt (auch wenn ich es immer verwirrend finde, wenn Frauen „Claude“ und Männer „Maria“ heissen, aber das ist ja wohl ein anderes Thema) und weil man diese Dame nur unter Jeanne-Claude kannte, impliziert das sozusagen, dass sie grosse Kunst machte. Obwohl ich eigentlich diese Verpackerei immer nur mit Christo verband. Im Herbst Pflanzen einpacken geht kaum ohne entsprechenden Spruch über Christo. Ich habe aber immer gesagt: „Christo war da“, nie „Jeanne-Claude war da“.

Aber zurück zur Sache.

Was also ist denn jetzt Kunst? Ich bin da ganz einfach gestrickt. Wenn jemand einen Vogel und/oder Apfel und/oder sonst was einfach so aus dem Gedächtnis heraus gut malen kann, finde ich, dass der Mensch künstlerisch begabt ist. Weil er etwas kann, was die wenigsten Menschen können. Wenn jemand einen Marsch komponiert, trifft das auch zu.  Aber sonst..?

Dieses Einpacken von Dingen, ich fand das jeweils ganz lustig. Huch, der Reichstag ist weg, wo ist er wohl? Ahaaa, lass uns mal unter diesen Tüchern nachgucken. Hahaha.

Ich bin so eine grosse Banausin. Und ich lebe so gut damit.

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Monsieur Westerwave

November 12th, 2009 Diva 2 comments

Also seit Ewigkeiten wird in der Presse über Guidos Sprachkenntnisse spekuliert. Nun könnten mir diese ja am Allerwertesten vorbei gehen, er ist ja nicht mein persönlicher Aussenminister.

Ich fühle mich trotzdem berufen, auch noch einen Kommentar zu diesem Thema abzugeben. Denn irgendwie gehen mir diese Diskussionen etwas auf die Nerven. Ist doch egal, ob er Fremdsprachenkenntnisse hat. Er ist Deutscher und die haben nunmal kein Talent für Fremdsprachen. Nicht so wie für … äh … also, auf jeden Fall wird das total überbewertet, weil die Personen in solchen Positionen sowieso für jeden Pipifatz Berater haben, weshalb es auf einen Dolmetscher mehr oder weniger wirklich nicht ankommt.

Ausserdem sprechen wir über den Vertreter eines Landes, das einmal mit Helmut Kohl über einen Kanzler verfügte, der Sätze wie „yes, I can english speaken“ und dergleichen sagte.

Bei dieser Gelegenheit kommt mir ein uralter Witz in den Sinn:

Treffen sich Margaret Thatcher, Francois Mitterrand und Helmut Kohl, alle kommen zu spät.

Thatcher: Oh I’m so sorry, I’m late

Mitterrand: Me too

Kohl: Me three

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