Made in China
Jetzt haben Bundesrat Schneider-Ammann (wieso heisst der eigentlich Schneider-Ammann, ist Ammann der ledige Name seiner Frau? Hätten wir Moritz Leuenberger auch Moritz Leuenberger-Loewensberg nennen sollen) und der Chinesische Handelsminister Chen Deming eine Absichtserklärung zur Aufnahme von Verhandlungen eines Freihandelsabkommens unterschrieben, was natürlich eine gute Sache ist für die Schweizer Wirtschaft. Schliesslich gibt es hier und da noch einen Chinesen, der mit Schweizer Aufzügen fahren und Schweizer Gelenke einoperiert bekommen kann, wenn er es sich leisten kann.
Da ich von der Wirtschaft nicht genug verstehe, möchte ich mich jetzt auch nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Was ich aber ganz toll finde, war die Aussage von Deming, dass über Menschenrechte in China nur dann gesprochen werde, wenn sie mit der Wirtschaft in Zusammenhang stünde. Sollte über Menschenrechte debattiert werden, die nicht im Kontext mit dem Freihandelsabkommen stehen, würde das den Prozess verlangsamen und das sei, so Handelsminister Chen Deming, unfair gegenüber Schweizer Unternehmen.
Wenn das kein einfühlsamer und rücksichtsvoller Mensch ist, dieser Chen Deming. Immer nur das Wohl anderer im Fokus, gerade bei dieser Sache die Schweizer Firmen. Mei wie rücksichtsvoll. Menschenrechte sind ja auch nicht so wichtig. Die sind ja auch nur eine Made in China.

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