Da wir kürzlich umgezogen sind, haben wir auch neue Nachbarn. Gott oder wessen Lob auch immer.
Kürzlich erschien einer unserer neuen Nachbarn in einem Migros-Budget-T-Shirt, worauf mir dessen Frau, also meine neue Nachbarin erzählte, ihr Mann hätte vor ein paar Jahren eine regelrechte Migros-Budget-Phase gehabt. Konkret ist das eine Phase, in der dieser besagte, meiner Nachbarin anvertraute Ehemann sämtliche Produkte der Migros-Budget-Linie erstand, die seines Erachtens Sinn machten.
Weiter erzählte meine Nachbarin, ihr Mann sei sogar mit Migros-Budget-Kondomen nach Hause gekommen.
Meine Nachbarin ist dreissig Jahre alt. Meine Nachbarin hat vier Kinder.
Note to self: Markengummis kaufen!
Kürzlich am Mittagstisch.
Mama-Diva: Du Notschka, sag mal. Was willst Du eigentlich einmal werden, wenn Du gross bist?
Notschka (4 1/2 Jahre alt): eine Mama.
Mama-Diva: Aber bevor Du eine Mama wirst, was möchtest Du lernen?
Notschka: Autofahren.
Gut, dass wir das geklärt hätten.
Wir sind umgezogen. Das ist auch der Grund, weshalb ich blogweise so lange offline war. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis Büros und Warenlager und Privathaushalt aussortiert, eingepackt, hingefahren, ausgepackt und verstaut wurden.
Das ist aber nicht der Grund, weshalb ich jetzt wieder blogge. Der Grund ist, dass der Ekelfaktor im neuen Haus, welches gar nicht neu ist, bei Regen so gross ist, dass ich ihn teilen muss. Das Haus, welches wir nämlich bezogen haben, ist knapp dreissig Jahre alt und entsprechend sieht die Umgebung aus. Vor dem Haus haben wir etwas Rasen bzw. ein paar Gräser. Hinter dem Haus hat es Büsche und so grünes Zeug, von dem ich nicht weiss, ob es einen Namen hat und ob es überhaupt dazu da ist, zu wachsen. Bei Sonnenschein sieht das ganz okay aus, auf jeden Fall solange, bis wir Zeit und Musse gefunden haben, das Unkraut plattzumachen und durch einen englischen Rasen oder wunderbare Blumenkompositionen zu ersetzen. Bei Regen verhält sich die Sache etwas anders. Dann kommen die Schnecken raus. Und wenn ich etwas nicht leiden kann, sind es Schnecken. Ich kann sie nicht nur nicht leiden, ich hasse sie und finde sie so eklig, dass ich sie auch nie und nimmer zertreten oder durchschneiden oder was auch immer würde. Ich würde sie bloss vergiften und genau das habe ich gerade eben versucht. Ich habe Schneckenkörner genommen, auf deren Packung Schnecken in super Auflösung abgebildet sind, was ich auch superwiderlich finde. Und dann habe ich sie gestreut. Grossflächig. Und da, wo ich Schnecken gesehen habe, habe ich diese so mit Körner beschmissen, dass sie vielleicht an innerer Blutung draufgehen. Ist das widerlich. Nur schon deswegen wünsche ich mir den Hochsommer zurück. Und stimme gleich das passende Lied an: Oh, du goldigs Sünneli, tue doch wieder schiene “träller*.
Sehr geehrte Damen und Herren von der Postauto AG
Soeben habe ich etwas erlebt, wovon ich Ihnen gerne erzählen möchte. Ich bin mit meinem PW vom Kreisverkehr in Pfuiteufel in Richtung Hinterpfuiteufel abgebogen, wo unmittelbar nach dem Kreisverkehr eine Linkskurve folgt. Mitten in der Linkskurve stand – um genau 13.19 Uhr – ein Postauto, gut eineinhalb Spuren beanspruchend, mit einer blonden Frau mittleren Alters am Steuer. Diese machte keine Anstalten, sich vom Platz zu bewegen, obwohl es offensichtlich war, dass kein Auto an ihr vorbeifahren konnte und sie die eigene sowie gut die Hälfte der Fahrspur benötigte, auf der ich mich befand. Also setzte ich eben zurück, das Auto hinter mir auch.
Als die Blondine mit gelbem fahrbaren Untersatz an mir vorbeituckerte, sagte ich aus meinem offenen Fenster hinaus und ihrem offenen Fenster hinein, dass sich an dieser Stelle seit Jahr und Tag Personenwagen und Postauto kreuzten und wenn sie die zwei Meter rechts von sich nutzen würde, würde es für alle reichen.
Es hätte diverse Antworten gegeben, die ich für adäquat gehalten hätte. Die eloquente Chauffeuse sagte, sie fahre so, wie sie wolle, was ich Dummchen ja auch gerade miterleben durfte, was ich aber reichlich absurd und unangebracht fand angesichts der Tatsache, dass sie den Verkehr aufhielt und es noch nicht mal für nötig befand, das berühmte Tütato als Warnung einzusetzen, geschweige denn sich zu entschuldigen oder sich am Ende gar zu bedanken.
Langer Rede kurzer Sinn: Prüfen Sie, ob diese Frau einen gültigen Fahrausweis besitzt und lassen Sie sie in Zukunft Ersatzrollen an den Billettautomaten austauschen, aber halten Sie sie um Himmels willen von einem Fahrzeug und von Menschen fern.
Es grüsst Sie freundlich
diva
Da gibt es diesen Mann, der in Basel auf einem Dach steht und dieses entdeckt. Als ich diese Meldung gestern gelesen habe, war ich im ersten Moment belustigt. Im zweiten ehrlich gesagt auch. Irgendwann ging ich dann schlafen und als ich heute Morgen die News durchlas, und feststellte, dass sich der besagte Mann noch immer auf dem Dach rumdümpelt und Ziegel runterschmeisst, war ich erstaunt (und belustigt).
Ist der Mann nicht hungrig? Muss der Mann nie aufs Klo? Ist der Mann nicht müde? Hat der Mann keinen Durst?
Also mal ernsthaft. Der hat bestimmt nix zu essen dabei. Männer, die aufs Dach steigen, rumschreien und gelegentlich mit Ziegel um sich werfen vergessen bestimmt, einen währschaften Proviant einzupacken. Dasselbe gilt für Getränke aller Art. Und dann die Sache mit der Toilette. Wie und wo verrichtet der Typ sein Geschäft? Es hat ein Kaminrohr, aber…
Es scheint offensichtlich, dass der Mann ein kleineres bis grösseres Problem hat und es stehen ja auch sämtliche verfügbaren Autoritäten bereit und warten auf ihren Einsatz. Ich finde, man sollte dem Mann ein Megaphon in die Hand drücken, ihn sagen lassen, was er zu sagen hat um ihn dann freundlich aber bestimmt runterzubitten.
Oder man schickt ihm eine angemessene Mahlzeit und ein Toitoi aufs Dach, dann kann der Mann wenigstens seine Grundbedürfnisse befriedigen. Oder man lässt ihn kurz in seiner Wohnung aufs Klo gehen und sich am Kühlschrank verpflegen und gibt ihm einen Vorsprung, damit er es wieder aufs Dach schafft.
Ich werde ihn vermissen, sollte er einmal nicht mehr auf dem Dach sein. Der Arme. Wie er wohl heisst? Ich nenne ihn für mich einmal Karlsson. Irgendwie passt der Name doch, oder?
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