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Autofragen

September 3rd, 2010 Diva 3 comments

Wir haben kürzlich ein neues Auto gekauft. Oder vielmehr bestellt. Und weil das Auto noch nicht da ist, kann man eben nur darüber reden und es nicht zeigen, was ich sowieso nur widerwillig täte, schliesslich handelt es sich lediglich um ein Auto. Da gibt es aber Menschen, die schampar interessiert sind an Details, von denen ich eigentlich denken würde, dass sie total irrelevant sind. Es fährt. Hurra. Eigentlich habe ich ein bisschen Angst vor diesen Fragen, weil ich zwar ansatzweise technikaffin, an Autos aber in etwa so interessiert bin wie am Balzverhalten der Südseequalle.

Es gibt aber Menschen, die sozusagen auf Knopfdruck Fragen stellen, wenn man den Begriff Auto nur schon denkt. Fragen nach dem Verbrauch, der Anzahl PS, dem Hubraum, dem Drehmoment (was bitte ist ein Drehmoment? Aaaah… Newton. Äh – Apfel, nicht?)

Normalerweise gebe ich auf die Frage, was für ein Auto ich fahre, die Antwort schwarz. Im Moment reicht das aber nicht mehr und so sage ich dann noch Kia, schliesslich kann man nicht genug Koreaner im Haus (oder vor dem Haus) haben.

Was aber macht es aus, dass sich die Menschen so für die Details eines Automobils interessieren? Ich habe noch nie einen Dialog gehört, wo jemand sagt, er hätte einen neuen Staubsauger und ein anderer fragt dann, wie es sich so saugt damit und wieviel Volt und Watt das Ding hat und welche Rollen. Oder habe ich jemals jemanden nach der Klimaklasse eines Kühlschrankes und der Anzahl Kilowattstunde pro Liter gefragt. Definitiv nicht!

Vielleicht aber bin ich da einfach etwas gar oberflächlich, siehe hier. Auch bei Computern lassen mich die Innereien ziemlich kalt. Was daran liegen könnte, dass wir zwei Kühlschränke haben. Ich geh mal nachschauen, ob es sich um Kompressorkühlschränke, Thermoelektrische Kühlschränke oder Absorberkühlschränke handelt. Nur so für den Fall, dass jemand fragt.

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Tarife

September 2nd, 2010 Diva 2 comments

Die Sache ist die. Ich arbeite in einer kleinen Firma, die ein bisschen Handel mit Südkorea betreibt. Südkorea ist die zehntgrösste Industrienation der Welt. Das haben auch alle mitgekriegt. Oh nein, nicht alle, fast alle. In der Schweiz wird die Koreanische Währung nicht gehandelt, weshalb es ziemlich schwierig ist, einen Betrag in Koreanischen Won nach Korea zu überweisen. Es könnte also eine Lösung sein, in Korea ein Bankkonto zu eröffnen um dieses vorgängig ein bisschen zu füllen und die ungeraden Beträge in Koreanischen Won von da aus zu überweisen. Aber wahrscheinlich kann man nicht einfach in Seoul in eine Sparkasse gehen und mal husch ein Konto aufmachen. Deshalb habe ich also abgeklärt, wie so etwas anzugehen ist und es ist erstaunlich einfach.

Man nehme einen Originalauszug aus dem Handelsregister. Dieser lasse man mit einer Apostille versehen. Diese Apostille wird vom Pass- und Patentamt auf der Rückseite des Auszuges gemacht um zu bestätigen, dass das Handelsregisteramt befugt ist, den besagten Auszug auszustellen. Aaaaaha.

Man reiche den HR-Auszug mit Apostille auf der Rückseite der Botschaft der Republik Korea im Original ein, zwecks Legalisation. Oder Legitimation? Egal. Also die Embassy of the Republic of Korea legalisiert das Dokument innerhalb eines Arbeitstages ebenfalls auf der Rückseite.

Ob das Bankkonto damit tatsächlich eröffnet werden kann, werden wir irgendwann sehen. Hier aber noch als Auflistung die Kosten der Dienstleistungen.

Auszug aus dem Handelsregisteramt, CHF 30.00

Apostille des Pass- und Patentamtes, CHF 45.00

Legalisierung der Koreanischen Botschaft, CHF 4.80

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Donuts

September 2nd, 2010 Diva 2 comments

Heisst es eigentlich Donut oder Douhgnut? Die zweite Schreibweise sieht etwas verschroben aus, klingt für mich aber wahrer. Egal. Donuts also. Ich verstehe den schon immer währenden Hype um Donuts nicht, aber vielleicht kann mir jemand die Vorzüge von Donuts einmal schildern.

Ich habe schon welche gegessen mit Zuckerglasur drauf, aber die Glasur war irgendwie wääk und der Rest auch und ausserdem hatte der Donut ein Loch in der Mitte, dabei hätte ich lieber ein bisschen Gonfi dort, wie es beim Berliner auch der Fall ist.

Dann hatte ich schon welche mit Streusel, aber weil mich Streusel im allgemeinen total nerven, war der jetzt auch nicht der Brüller.

Dann die mit Zucker. Aber Zucker bleibt nicht da, wo er soll, Zucker fällt runter. Zucker überall, kein Zucker auf Donut. Schlecht.

Donut mit Schokoladenglasur. Frustrierend irgendwie, weil der Schokoladenanteil einfach zu klein ist bei soviel Teig und so wenig Schokolade.

Und dann gabs die grösste Enttäuschung der grossen Enttäuschungen. Donut mit cream cheese. Ich habe mir einen Cheesecake in Donuthülle vorgestellt. Etwas mastiges, sahniges, süsses, leckeres. Geschmeckt hat es wie ein trockenes Stück Teig mit Ankeziger drauf.

Nicht, dass ich ohne Donuts nicht auch gut leben würde, aber was gesagt sein muss, muss gesagt sein. So.

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Eingetwittert

August 13th, 2010 Diva 5 comments

Heute Morgen stehe ich also so ein bisschen in den Geschäftsräumen unseres Treuhänders rum und entdecke beim Warten ein Kursbuch (nicht zu verwechseln mit dem Kursbuch der SBB) der Wirtschaftsschule KV Baden-Zurzach für den Winter 2010 / 2011.

Und da sehe ich den Kurs Nr. 30.410. Es ist ein Twitter Einführungskurs. Dieser findet an zwei Abenden statt, erstreckt sich über 8 (!) Lektionen und kostet 290 Franken.

Proscht Nägeli. Nicht nur, dass ich 290 Stutz etwas gar viel finde für sowas, nein, ich frage mich in erster Linie, was man acht Stunden lang lernen soll in diesem Kurs.

Leider wurden wir dann ins Sitzungszimmer gebeten – ich konnte den Anmeldetalon also nicht mitnehmen. Ein herber Verlust.

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Zöllner und so

August 10th, 2010 Diva 2 comments

Nun, wir wohnen ziemlich grenznah. Also nah am grossen Kanton. So nah, dass ich hin und wieder dort einkaufe. Nicht weil es günstiger ist, sondern weil es einfach näher ist als zum nächsten grossen Coop zu fahren. Soweit so interessant. Was mich aber immer wieder erstaunt und worüber ich mich nicht oft genug aufregen kann, sind die Typen am Zoll. Logisch muss man die Grenze passieren und logisch halte ich dann an und kurble das Fenster runter. Ich nehme sogar meine Sonnenbrille ab, sofern ich überhaupt eine aufhabe, nur, um jede Art von allfälliger Provokation zu vermeiden. Und dann das: Der Zöllner schaut nicht. Das heisst, er schaut schon, aber er fixiert ganz offenbar einen imaginären Punkt im Niemandsland. Es sind nicht etwa nur Zöllner, die das so machen. Ich kannte mal einen Polizisten, der es partout nicht schaffte, den Leuten beim Sprechen in die Augen zu schauen. Oder aber er tat es und pulte sich dabei einen eingebildeten Elefanten aus dem Augenwinkel.

Was war zuerst. Sind es verklemmte Menschen, die Jobs wie Polizei- und/oder Zollbeamter bekleiden oder ist man einer von denen und kann den Menschen irgendwann nicht mehr in die Augen blicken?

Es ist ja nicht so, dass mich jeder anstarren muss – das tut Bundesrätin Leuthard häufig genug – nein, ich finde es nur seltsam, dass diese Leute mich ansprechen, eine Antwort von mir erwarten, dabei aber so konzentriert in die Luft schauen, als müssten sie für die Bildung eines Wortes das ganze Alphabet durchgehen. Ich bin trotzdem immer nett. Obwohl ich nie weiss, was ich denen antworten soll auf die Frage, ob ich Waren dabei habe. Natürlich habe ich Waren dabei, angefangen bei dem Gefährt, das mich transportiert, oder die Schweizer Karte im Handschuhfach oder die Kinderschokolade in der Einkaufstüte. Was wollen die eigentlich von mir wissen?

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