Tätärätätääää

Seit meine grosse Tochter den Kindergarten besucht, kommen immer mal wieder Events auf uns zu, die ich, wenn es nach meinem Willen ginge, schlicht ignorieren würde. Räbeliechtliumzüge sind ja wenigstens noch hübsch anzuschauen und je nach Talent der Kinder auch nett anzuhören. Bei der Kinderfasnacht hört der Spass für mich allerdings auf. Genau das aber blüht uns nächste Woche.

Mir, als die in einer Region mit Gott (oder wem auch immer) sei Dank ohne Fasnachtskultur (man beachte die Ironie dieses Wortes) aufgewachsene Person, bereitet die Angelegenheit jetzt schon Sorgen, meine Töchter indes finden es wahnsinnig spannend und sehen ihrem Auftritt als wahrscheinlich-Prinzessin-vielleicht-auch-Rapunzel und Marienkäfer mit viel Aufregung und grosser Freude entgegen, was wirklich rührend ist, weshalb ich ihnen die auch nicht gänzlich vermiesen möchte. Ich ging ja mein Leben lang als Koreanerin an die Fasnacht und habe einen Feenstab nie wirklich vermisst.

Mir ist einfach nicht abschliessend klar, was diese Fasnacht nun bringen soll. Klar geht es um eine alte Tradition und klar hat das offenbar etwas mit Kulturgut zu tun, trotzdem erkenne ich null Sinn darin, sich zu maskieren um sich dann niveaulos zu benehmen. Mir gelingt das jeweils auch ganz gut ohne Maske und die alljährliche Magenverstimmung reicht mir ebenso, ich halte es deshalb für schlicht unnötig, sich zu besaufen bis der Notarzt kommt. Das tun Kinder zwar noch nicht (oder?), ich sehe diese Kinderfasnacht allerdings als Einstiegsdroge. Meine Mädchen werden angefixt. Und das in einem Marienkäferkleidchen.

Aber ja nu. Was soll ich tun? Ich sehe mich jetzt schon in einer Ecke stehen und mit Konfetti um mich schmeissen. Stimmung!

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