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Samichlaus oder nicht

November 10th, 2011 Diva Leave a comment Go to comments

Jetzt, da wir kleine Kinder haben, die langsam zu mittelgrossen Kinder heranwachsen, stellen sich Fragen, über die wir uns bis dato kaum Gedanken gemacht haben.

Eine ist die Frage, ob es in unserer Welt einen Samichlaus gibt und wenn ja, wie lange. In meiner Welt gibt es ihn nicht. In Sams Welt gibt es ihn, solange die Kinder nicht selbst daraufkommen, dass es ihn nicht gibt. Aber was genau ist denn toll am Samichlaus? Dass sich das Kind fast in die Hose macht und wenn möglich Angst hat, vom bärtigen Mann in den Sack gesteckt und in den Wald geschleppt zu werden? Kaum.

Wenn es nach mir ginge, würde das etwa so ablaufen: Hört mal, meine Kinderchen – die Sache mit dem Samichlaus ist eben so: Alles erstunken und erlogen, gibt es nicht, ende und gut. Da habt ihr ein paar Nüssli und Manderinli.

Wie sehr leiden die Kinder aber darunter, wenn Theater-Samichlaus mit Theater-Schmutzli und Theater-Vieh bei den Nachbarn Halt macht und bei uns nicht? Müssen wir die Illusion wahren und den Kindern eine Erinnerung an etwas, das es gar nicht gibt, mit auf den Weg geben? Ich weiss nicht recht.

Aber kürzlich kam ein Formular ins Haus geflattert, mit welchem wir einen Samichlaus bestellen könnten. Name des Kindes, Alter des Kindes, Name der Eltern und Grosseltern, Eigenschaften der Kinder, Schulklasse und Name des Lehrers und noch vieles mehr muss vermerkt werden. Dass sie kürzlich im Zoo artig waren, neulich beim Einkaufen aber nicht so sehr. Dass sie das Zimmer nicht schön aufräumen und die Zähne nur widerwillig putzen. Und dieses Formular schicken wir dann einer uns unbekannten Person, die dann einen uns unbekannten Samichlaus schickt, der vor dem Haus an einer zuvor vereinbarten Stelle die von mir gefüllten und bereitgestellten Samichlaussäckli nimmt, bei uns an der Tür klingelt, unseren Kindern einen Schrecken einjagt, ihnen vorhält, sie hätten ein Puff im Zimmer und sich lausig benommen beim Einkaufen und ihnen dann am Ende das besagte Säckli in die Hand drückt. Also ich finde das nicht so der Bringer.

Und dann, in ein paar Monaten, fängt die Diskussion von vorne an. Dann heisst es nicht Samichlaus sondern Osterhase. Ich freue mich schon.

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Categories: daily lunacy Tags:
  1. bookie
    November 11th, 2011 at 18:12 | #1

    Es ist so, dass ich denke, dass die Mädchen die Töchter ihrer Mutter sind. :-). Ich erinnere mich an die Geschichte mit der Cola oder sonst was Süsses, welches verboten wurde von der Mutter und dann mit der Logik “du hast ja auch Kaffee genommen” doch erreicht wurde. Dasselbe in etwa mit dem Haarspängeli, wonach zu suchen das liebe Mädchen zu bequem war. Ich würde mir eher Gedanken darüber machen, wie ich spätere allfällige Beschwerden der Samichlausgesellschaft abwenden könnte, wenn die Mädchen den Samichlaus fesseln, knebeln und auf den Esel binden. :-D

  2. November 11th, 2011 at 20:45 | #2

    Jo mei bookie. wie schön, dich zu lesen! Danke für den Kommentar. Ich dachte schon, du wärst verschollen..;)

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