Erinnerungen

Es ist verblüffend, was ein kleines Sätzchen bewirken kann. Ich habe heute im facebook als Staus “Allô allô, c’est toi Simone?” und es verging kaum eine Minute, bis es jemand kommentierte. Und ich frage mich, wieso ein Satz, den die Mehrheit mit negativ behafteten Erinnerungen verbindet, doch so bewegt. Und das wiederum lässt mich darüber nachdenken, wie wir es so haben mit unseren Erinnerungen und inwiefern uns unser eigenes Gehirn einen Streich spielt. Denn das, was wir im Moment ganz grauenhaft finden, finden wir in ein paar Jahren schampar lustig.

Ich kenne zum Beispiel viele Männer, die es wirklich ganz und gar nicht lustig fanden, den Militärdienst durchzumachen und genau diese Männer schaffen es, einen laaangen Abend darüber zu reden. Mehrmals.

Als ich ungefähr zehn Jahre alt war, musste ich mit meinen Eltern quer durch den Nationalpark wandern. Es war grässlich. Grässlich weit, grässlich lang, grässlich anstrengend. Und trotzdem erzähle ich immer wieder davon, wie ich als Kind mit meinen Eltern den Nationalpark bewandern musste.

Und dann ist da noch die Sache mit den Schwangerschaften und der Geburt. Würde sich Frau haargenau an alle Details erinnern können, wäre eine Ein-Kind-Politik schlicht nicht notwendig. Meine Schwangerschaften waren total unlustig, aber je länger sie zurückliegen, desto eher finde ich, dass man sowas schon noch einmal auf sich nehmen könnte.

Einzig die Sache mit den Weisheitszähnen, die will einfach nicht hübscher werden, egal wie lange sie zurück liegt.

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