Monthly Archives: December 2010

Logorrhoisches Gedicht!

Wir ziehen um. Nicht heute, nicht morgen sondern im Juni. Das ist eher als man denkt. Das ist es natürlich nicht, aber wenn es dann ist, dann scheint es balder gewesen zu sein als es jetzt vermuten lässt, dass es gefühlt dann ist. Oder so ähnlich.

Auf jeden Fall habe ich bereits vor ein paar Tagen die Einladungen zur Hauseinweihung verschickt und dazu ein Gedicht geschrieben und das geht so:

Wir packen unsere Siebensachen
ziehen aber nicht nach Lachen
und auch nicht nach Ennetbaden.
Wir ziehen nur von da nach dort
an einen sehr bescheidenen Ort
wir wollen ja keinen Image-Schaden.

Wir zügeln unser Hab und Gut
uns selbst und unsere liebe Brut
auf dass wir unser Glück dort finden.
Laden ein zu Speis und Trank
zum Gucken in Toilettenschrank
und zum danach wieder verschwinden.

Auf dass Ihr zahlreich wollt erscheinen
und heim geht auf den eignen Beinen
oder von mir aus auch im Wagen
Bringt mit die Partner und die Kegel
aber bitte – keine Flegel
sonst wird Euch das dann nachgetragen.

Bitte habt mit uns Erbarmen
und kommt mit möglichst leeren Armen
nur mit Verstand und viel Humor.
Wir haben alles was wir brauchen
was zu trinken, was zu essen
und auch was für unters Ohr.

Jetzt möcht ich diesen Reim verlassen
sonst bringt man mir noch fehlende Tassen
doch das zu beenden fällt mir schwer
Mehr informativer prosaischer Spam
kommt dann später noch von Sam
das ist ja nicht nur irgendwer.

Busy in Krippe

Guten Morgen Diva

Hab noch kurz eine Info: Für unseren Adventskalender der besonderen Art (man erinnere sich hier) kommt morgen Nachmittag Vrenelis Mami und macht mit allen Kinderyoga. Bitte Notschka bequeme Hosen anziehen oder einfach in den Strumpfi mitturnen! Wir freuen uns…

Merci und bis dann…

Beste Grüsse

Krippenleitung

Unvollendete Werke

Kürzlich habe ich zwei Bücher von David Nicholls gelesen. Ich halte David Nicholls für einen begnadeten Autor, seine Bücher sind gut geschrieben, sehr humorvoll. Wirklich humorvoll. Trotzdem habe ich beide Bücher nicht fertig gelesen, nicht fertig lesen können. Obwohl ich hätte fertig lesen wollen. Aber es ging nicht, ich konnte nicht. Die Protagonisten beider Geschichten tun mir schrecklich Leid, und das Ende ist irgendwie vorhersehbar für mich, deshalb habe ich beide Bücher weggelegt, bevor ich diese zu Ende gelesen habe. Das tue ich fast nie. Gemessen an den vielen Büchern die ich lese ist das wirklich eine Seltenheit. Dabei geht es nicht um ein schreckliches oder absolut trauriges, sondern eher um ein für mich peinliches Ende, welches bei mir soviel Unbehagen auslöst und hinterlässt, dass ich darauf verzichte.

Wie damals, als Sam bei irgendeinem Feld-Wald-Wiesen-TV-Sender reinzappte, wahrscheinlich war es Tele M1, und sich einen Typen ansah, der für seine Freundin bzw. seine Noch-nicht-Freundin bzw. seine Wird-nie-seine-Freundin einen Rap geschrieben hatte um sie für sich zu gewinnen und diesen dann auch noch zum Besten bzw. Miesesten gab. Es war derart peinlich, dass ich den Raum verlassen musste. Ich war bestürzt und hätte dem Typen am liebsten zugerufen, er soll einfach nur weglaufen und sich nicht dieser Schmach aussetzen. Es war so beklemmend, dass mir im Magen flau wurde und dass mir fast die Tränen kamen. Ich musste gehen, ich hielt es keine Sekunde länger aus.

So fühlen sich die Bücher von David Nicholls am Ende an. Es gibt Menschen, die das lieben. Ich verlasse dann lieber den Raum. Oder das Buch.

Fast Millionär

Schon wieder Tagi online. Es geht diesmal um arme Menschen in der Schweiz. Es wird in einem Artikel mit dem Titel “Ich lebe noch. Sorry” über Armut geschrieben, und dabei wird ein Mann namens Hans Hutmacher porträtiert. Dieser arbeitete bei der Kehrichtverbrennung, hatte dann aber einen Hirnschlag und lebt jetzt von wenig Geld. Aber – so heisst es im Artikel – Hans Hutmacher hätte einmal beinahe den Lotto-Jackpot geknackt.

Wie?

Also – so Leid es mir für Hans Hutmacher tut, dass er einen Hirnschlag hatte, so seltsam finde ich es, beinahe einen Jackpot geknackt zu haben. Wie geht das? Sechs mal eine Zahl daneben? Damit ist man weit entfernt von beinahe knacken. Fünf Richtige statt sechs Richtige? Dann gabs ja zwar nicht Millionen, aber ein schönes Sümmchen bestimmt. Vier Richtige? Das gibt nur noch wenig, hat aber mit Jackpot knacken auch nicht mehr viel zu tun. Es würde mich ehrlich interessieren, wie das funktioniert. Einfach, damit ich es in Zukunft vermeiden kann, fast einen Jackpot zu knacken.