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Archive for June, 2010

Gespräch zwischen Informatikern

June 29th, 2010 No comments

oder: „Gespräch zwischen Informatiker und Hausfrau“, via ICQ

Seuli: Aja, nur so aus Gwunder, was für ein MacBook Pro hast du?

Diva: Äh … so ein silbriges.

Seuli: Pff

Diva: Was genau willst du wissen?

Seuli: Welche Grösse?

Diva: 15“, 2.66GHz. Leider nur 15“, ich hätte 17“ bestellen sollen.

Seuli: Okay, der Kompromiss, den ich auch eingegangen bin. Das 17er ist mir einfach zu gross zum rumtragen

Diva: 8GB RAM

Seuli: Hui, wann hast du denn das Teil bestellt? Relativ neu in dem Fall.

Diva: Ja, sag ich doch – letzte Woche geliefert, anfang Juni bestellt.

Seuli: Ah, erst letzte Woche?

Diva: 256 Solid State.

Seuli: SSD habe ich mir nicht geleistet, die sind einfach zu teuer.

Diva: Ja, fand ich auch teuer. Aber dieses Teil muss jetzt wieder lange halten. Ein Jahr oder so. Okay, zwei Jahre. Eventuell drei.

Seuli: Anfang Juni, Montag vor einer Woche gekriegt.

Diva: Ja, genau so war das ungefähr

Seuli: Aha, matter Bildschirm, nehme ich an.

Diva: Ja, nehme ich auch an. Wie gesagt, es ist so silbrig und hat einen weissen Apfel drauf. Würde sich nicht schlecht machen als Obstplatte, der Apfel stört auf jeden Fall nicht.

Seuli: Leuchtet ein wenig unnatürlich.

Diva: Der Apfel?

Seuli: Ja

Diva: Hmm… dafür müsste ich ihn wohl mal anstellen?

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Frage – Antwort

June 26th, 2010 1 comment

Nachträglich die Antwort auf die Frage, die Alex Frei am 24. Juni 2010 gestellt hat.

Alex Frei: „Wollt Ihr denn, dass ich zurücktrete?“

Diva: Ja.

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Kein Papier

June 11th, 2010 2 comments

Die Rollenverteilung zwischen Sam und mir ist sehr viel klassischer und traditioneller, als das Leute, die uns kennen, wahrscheinlich vermuten. Sam erarbeitet den grössten Teil unseres notwendigen Budgets. Ich kaufe ein und koche. Sam zahlt Rechnungen. Ich wasche und bügle. Sam kümmert sich um Müll und Recycling-Angelegenheiten. Ich organisiere die Kinderaufzucht. Sam füllt bei den Autos Scheibenwasser nach. Ich plane und organisiere unsere Reisen. Sam kümmert sich um technische Geräte. Ich kümmere mich um die Tomatenstöcke hinter dem Haus.

So läuft das bei uns.

Und so finde ich es nur konsequent, dass Sam auch das Papier im Drucker auffüllt. Tut er auch. Meistens. Aber vor ein paar Wochen erschien die Meldung „Kein Papier“ auf dem Display, was mich nicht weiter interessiert, da der Drucker weiterdruckt und dafür ist ein Drucker ja wohl da und solange er druckt, kann die Sache kaum problematisch sein. Oder?

Kürzlich aber hatte ich ein schwerwiegenderes Problem, was den Drucker betrifft, sodass der einfach nicht drucken wollte. Deshalb kam es sozusagen zum Eklat. Wir führten folgenden Dialog:

Diva: Ist der Drucker kaputt, er druckt nicht (ich weiss, dass das eine typische Frauenaussage ist, aber ich bin eine Frau, ich darf solche Aussagen machen und es ist wirklich nicht halb so peinlich wie vorvorgestern, als ich mit dem Auto auf der Probefahrt in die Garage zurückgekehrt bin und den netten Herrn gefragt habe, warum das Lämpchen leuchte und der mir gesagt hat, dass die Handbremse angezogen sei. DAS IST PEINLICH. Das mit dem Drucker nicht.)

Sam: Keine Ahnung, aber man könnte ja mal das Papier nachfüllen. Du siehst ja, dass da „Kein Papier“ steht.

Diva: Wieso, er hat bisher immer gedruckt, obwohl da „Kein Papier“ steht, daran kann es ja kaum liegen. Und wenn da steht, es habe kein Papier, obwohl noch Papier da ist, dann ist der Drucker einfach nur ein Trottel und dann glaubt man ihm halt nix mehr (da hätte ich die Geschichte vom Wolf und so noch anfügen können, aber Sam hat es auch so verstanden…)

Sam: Der Drucker verfügt über zwei Schubladen mit Papier und das Papier, auf welches du drucken willst, ist nicht da, weil aufgebraucht.

Diva: Woher weiss denn der Drucker, dass ich auf das Papier drucken will, das gar nicht mehr da ist?

Sam: *Soifz*

Diva: Und wenn er ja weiss, dass ich auf das Papier drucken will, das gar nicht mehr da ist, wieso druckt er dann einfach auf das andere Papier, das noch da ist? Der Drucker ist einfach ein Kretin, so ist das.

Sam: *nochmals soifz* Ich fülle das Papier ja nach, aber NICHT JETZT!

Diva: Jaja, ich mach das ja schon. Wo muss ich das denn nachfüllen?

Sam: Du meinst nicht im Ernst, dass du noch nie Papier nachgefüllt hast, oder?

Diva: Doch, selbstverständlich habe ich das, aber es gibt ja ganz offenbar verschiedene Papierdepots und es sind ja nicht alle leer, also muss ich wohl wissen, welches leer ist. Himmel.

Sam: *zum wiederholten male soifz*

Mal ernsthaft. Hätte nicht ich Grund gehabt, ständig zu seufzen?

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Stau vorem Gubrist

June 10th, 2010 2 comments

Letzte Woche waren wir im Nassurlaub in der Surselva. Trotz Dauerregen war es schön und wäre die kleine Tienka nicht krank geworden, wäre es auch bestimmt erholsam gewesen. Auf der Heimfahrt, als Sam das Auto lenkte und die Mädchen auf den Rücksitzen einnickten, berieten wir uns darüber, ob wir eine Pause einlegen wollten. Sam sagte, wir könnten am Walensee halten. Dabei fiel mir auf, dass wir dafür die Autobahn verlassen müssten, was natürlich seit Jahren der Fall ist, aber damals, als wir ALL HENNENSCHISS ins Bündnerland fuhren, weil wir nun mal Bündner sind und es völlig normal ist für Bündner, dass sie dauernd ins Bündnerland fahren, auch oder insbesondere, wenn sie in Zürich leben, damals also, musste man nicht extra die Autobahn verlassen um am Walensee zu halten, damals hielt man sowieso, weil man im Stau stand.

Stau am Walensee ist ja sozusagen ein stehender Begriff und Leute in meinem Alter und/oder älter assoziieren mit Walensee wohl in erster Linie Stau, das Cabaret Rotstift hat das seinige dazu beigetragen. Und als ich so darüber nachdachte, fand ich es fast schade, dass man nun einfach am Walensee vorbeibolzt und meine Töchter vom Stau am Walensee genau gar nix mehr mitkriegen und dann habe ich mir überlegt, an welchen Stau sie sich irgendwann einmal erinnern werden und ich kam zum Schluss, dass es „Stau vorem Gubrist“ wohl sein werde. Das fand ich dann noch mehr schade, weil der Stau vor dem Gubristtunnel noch nicht mal mit Ferien oder Ausflügen verbunden ist sondern ein ganz ordinärer Alltagsstau ist, der, man kann es drehen und wenden wie man will, nur nervt.

So gesehen waren wir doch gesegnet, die, die ihn kennen, den Stau am Walensee.

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