Römertöpfe

Als ich noch klein war, also irgendwann vor längerer Zeit, als es Leute gab, die mit Keilhosen und/oder Jeans mit einem dicken, weissen Streifen herumliefen (und – wie ich jüngst von einem Star-Trek-Anhänger gelernt habe, es Männer gab, die es cool fanden, sich Pfannendeckel an die Knie zu schnallen, aber das ist ja wohl ein anderes Thema…), also damals, gehörte es zum guten Ton, einen Römertopf zu besitzen und, schlimmer noch, auch zu benutzen. Jede Frau aus der untersten bis zur oberen Mittelschicht konnte einen Römertopf ihr eigen nennen. Und es wurde darüber geredet, gar philosophiert.

Ich fand den Römertopf schon damals irgendwie lächerlich. Es sah einfach aus, als würde man ein Stück Fleisch in einem unförmigen Blumentopf braten. Aber natürlich war das kein Vergleich. Es wurden Rezepte ausgetauscht und Tipps weitergegeben, wie der Braten noch saftiger bleibt, nebst der erfolgreichen Wässerung des Römertopfs.

Gähn.

Und jetzt, dreissig Jahre später, stelle ich fest, dass es sowas wie ein Römertopf-Revival zu geben scheint und ehrlich, ich finde das grauenhaft.

Mehr wollte ich gar nicht sagen.

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One thought on “Römertöpfe

  1. Joe

    Naja, lieber einen Römertopf als schon wieder Converseschuhe tragen… die tun einfach zu doll weh…

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