Warten auf – leider nicht Godot
Vor einiger Zeit war ich in einem Geschäft für Haushaltwaren. Ich wollte da ein paar Messer kaufen. Als ich das Geschäft betrat, war nur der Geschäftsführer anwesend und er telefonierte, offenbar mit Deutschland. Beziehungsweise mit einer Person in Deutschland. Oder mit einer Person Deutscher Herkunft. Ist ja auch egal, was das für eine Person war, auf jeden Fall sprach der Ladenbesitzer Hochdeutsch, klischeehaft mit einem grässlichen Schweizer Akzent in einer Langsamkeit, die schon fast schmerzte. Aber egal, das war ja nicht meine Angelegenheit.
Ich schlenderte etwas durch das Geschäft, weil ich Haushaltwarengeschäfte liebe und weil ich – hätte ich die nötigen finanziellen Mittel – das Geschäft gleich als Ganzes gekauft hätte, als ich hörte, wie der Inhaber am Telefon sagte: „Ach sooo, das gibt es gar nicht mehr? Ja dann kann ich ja warten bis zur Vergasung!“
Ich war peinlich berührt. Echt. Obwohl ich ja gar nicht wusste, wer die Person am anderen Ende der Leitung war, war es mir unglaublich peinlich.
Autsch.

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