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Archive for January, 2010

Morgens um zehn

January 26th, 2010 1 comment

Soeben geführter Dialog zwischen mir und Sam:

Sam: WAS?! Du issisch Würstli, am Morge am nüni?

Diva: Nei.

Diva: Nöd am nüni, es isch scho zähni. Gli.

Sam: …

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Murphy ist ein Tubel

January 21st, 2010 4 comments

Wir brauchen ein neues Auto. Mein Volvo ist zwar nett, aber klein. Zu klein. Also habe ich mich mal umgesehen und umgehört und liebäugle mit einem Kia, der zwar unglaublich hässlich, dafür aber gut ist, was das Preis/Leistungsverhältnis betrifft. Ausserdem ist Kia aus Korea und das kann ja so schlecht nicht sein…

Gut. Also habe ich einen spezifischen Wagen angeschaut, bin etwas damit zur Probe gefahren (um festzustellen, dass – wenn man den Fuss auf das Gaspedal drückt – zuerst mal gar nichts passiert, aber was solls, ich fahre ja keine Rennen damit) und brachte meinen Volvo vorbei um eine Eintauschofferte erstellen zu lassen.

Das war vorgestern.

Gestern war ich mit Notschka und Tienka unterwegs zu meiner Freundin im Kanton Bern. So gegen elf Uhr näherten wir unserem Ziel, auf den Rücksitzen schliefen meine Mädchen friedlich vor sich hin, bis Notschka in Kriegstetten die Augen aufmachte, dann den Mund aufriss und sich das Frühstück, den Znüni und sämtliche Flüssigkeiten von zwischendurch nochmals durch den Kopf gehen liess. Sie kotzte nicht nur sich und den Kindersitz sondern auch die Rücksitze voll. Das kann ja schon mal passieren, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist. Aber Eh-ren-wort. Notschka ist jetzt drei Jahre alt, wir fahren fast täglich Auto und hatten nie ein Brechfest.

Merde!

Ich habe dann bei minus drei Grad das Auto rausgeputzt und Murphy verflucht. Morgen hat das Auto einen Termin in der Garage, wo die Sitze rausgenommen, gewaschen, gespült und ausgedämpft werden. Danach seien die Sitze wie neu und geruchlich absolut neutral. Wir wollen es hoffen.

Übrigens ist unser neues Familienauto silbrig, was wirklich übel ist. Aber wir haben uns darauf geeinigt, dass das Auto so oder so hässlich ist und es auf eine schreckliche Farbe schlicht nicht ankommt. Ich habe zu Sam gesagt, ich würde dann das Wort „schwarz“ auf die Seite schreiben, dann könne niemand behaupten, es sei silbrig. Sam konnte sich nicht sooo sehr dafür begeistern.

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Überfordert

January 19th, 2010 1 comment

Ich hatte meine erste E-Mail-Adresse 1995 (das war echt früh, Leute!). Ich habe ein iPhone. Ein Notebook zum arbeiten. Ein Mac in der Küche. Ich bin technologisch gesehen wirklich nicht von gestern. Aber ich bin irgendwie überfordert.

Vor ein paar Tagen habe ich mich (berufeshalber) bei diversen Social Bookmarks Sites angemeldet. Bei Mister Wong, bei delicious, bei Stumbleupon, Digg, Yigg und so weiter. Und ich habe mir dabei fast die Zähne ausgebissen. Es war eine echte Herausforderung. Und heute habe mal wieder bei twitter vorbeigeschaut und danach bei xing und linkedin, weil alle diese Sites etwas vernachlässigt werden, seit sich facebook so penetrant in den Vordergrund drängt. Und dabei habe ich festgestellt, dass mir dieses Networking absolut keinen Spass macht und dass ich häufig gar nicht mehr verstehe, worum es eigentlich geht.

Ist das etwas, was mit dem Alterungsprozess einhergeht? Oder bin ich einfach gezeichnet von meinem baby brain (dazu ein anderes Mal mehr)? Das Schlimme ist, dass ich den Übergang von „Oh cool, ein neues Gadget“ zu „Mist, schon wieder etwas Neues, woran man sich gewöhnen muss“ nicht mitgekriegt habe. Und eigentlich kann es mir ja am Allerwertesten vorbeigehen, ich muss ja nicht mit jedem neuen Furz mitdröhnen, aber ehrlich, ich habe Angst, dass ich den Anschluss dann vollends verpasse und mir am Ende von meinen Mädchen im präkindergartenschen Alter neue Geräte erklären lassen muss und ratlos neben einem Billettautomaten stehe (was ich ehrlich gesagt seit Jahren mache). Mir tut es wirklich im Herzen weh, wenn ich alte Menschen sehe, wie sie hilflos vor neumödigen Gerätschaften stehen und versuchen, Geld/ein Ticket/Informationen zu beziehen. Und wirklich, ich möchte auf keinen Fall, dass mich einmal jemand beobachtet und Mitleid mit mir hat. Deshalb bleibe ich wohl mehr oder weniger dran. Mist.

Baby fährt mit

January 17th, 2010 3 comments

Als ich noch ein kinderloses Leben geführt habe, wunderte ich mich immer ein bisschen über die Leute, die einen „Baby on board“-Kleber ans Auto hefteten.

Heute habe ich zwei kleine, phantastische Mädchen und wundere mich noch immer über Leute, die einen „Baby on board“-Kleber ans Auto heften.

Was genau soll das bringen? Unfall-Prävention? Die haben ja wohl nicht ernsthaft das Gefühl, jemand würde deswegen vorsichtiger hinter ihnen herfahren. Es ist ja nicht so, dass man ein Auto mit einem Kevin-Kleber vor sich hat und dann mehr Abstand hält, um nur nicht in das Auto von Kevins Mama zu putschen.

Kürzlich bin ich hinter einem grossen Mercedes irgendwas hergefahren. Das war so ein Van mit Schiebetüren und Platz für mindestens neun Personen. Das musste der auch bieten, denn es klebten fünf *irgendwer*-fährt-mit-Kleber am Heck. Ich war so verwirrt und erstaunt und irgendwie auch schockiert, dass ich fast einen Auffahrunfall verursachte.

Ich halte es einfach. Auf dem Heck der Autos, die ich in meinem Leben besass – zugegebenermassen waren das nicht sooo viele – klebte immer nur das Bündner Wappen.

Leise, stilvoll, Diva! (Nein, ich fahre Volvo, nicht Mitsubishi).

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FBI goes Pfadi

January 16th, 2010 No comments

Kürzlich veröffentlichte das FBI ein Phantombild Osama bin Ladens mit der Ergänzung, dass der Alterungsprozess berücksichtigt worden sei und er jetzt also so wie auf dem Bild aussehen könnte.

Heute lese ich, dass ein Spanischer Politiker namens Gaspar Llamazares sein Antlitz dafür herhalten wusste. Er wusste selbstverständlich nichts davon und sei entsetzt über die Machenschaften des FBI.

Ehrlich gesagt bin ich auch entsetzt. Und belustigt. Und irgendwie auch genervt und enttäuscht auch. Weil ich denen vom FBI ein etwas klügeres Vorgehen zugetraut hätte. So, wie die ein Bild von Google Images runtergeladen und sich zurecht manipuliert haben, trieft das einfach nur vor Dilettantismus und eigentlich hätte ich sogar der Pfadi Buchs mehr Professionalität zugetraut. Nicht, dass ich die Pfadi Buchs beleidigen wollte…

Vergleicht man die Bilder des gealterten Phantom-Osama mit Señor Llamazares, wird deutlich, dass die Haare und die Gesichtsfalten eins zu eins übernommen wurde. Amateurhaft!

Ausserdem sieht der bin Laden gar nicht so aus, wie ich ihn mir ein paar Jahre älter vorstellen würde. Es scheint fast so, als wäre die ganze Sache eine Alibiübung und als sollte er gar nicht gefunden werden, was auch nicht erstaunen würde…

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