September 25th, 2006
Diva
…wie ich nie werden wollte. Nämlich unglaublich schwanger und dabei, ständig darüber zu reden. Ich nerve mich über mich selbst. Ich hasse mich sozusagen dafür. Nur – wenn ich nicht über das Baby und die Schwangerschaft rede, hab ich gar nichts mehr zu sagen, was für die Menschheit natürlich nicht weiter schlimm wäre, mich aber ziemlich einsam werden liesse, wobei ich sowieso auf dem besten Weg dazu bin, alle Menschen zu vergraulen, wenn ich sie tagein tagaus mit Kinderthemen vollspame. Es mag damit zusammenhängen, dass ich etwas gar wenig zu tun habe momentan. Und natürlich rede ich nicht *nur* über das Baby, aber irgendwie läuft es bei jedem Thema darauf hinaus und ich verachte mich nur schon für die Gedanken.
Dabei meide ich schwangere Frauen, weil ich mit denen nicht reden will. Ich werde an keinem Kind-raushechel-Kurs teilnehmen, weil mir die anderen Schwangeren Angst machen. Ich rufe meine Mutter nicht an, weil ich ihre Meinung über Schwangerschaft/Geburt nicht hören will. Ich treffe mich kaum mehr mit Freundinnen, die bereits Kinder haben, weil die mich nerven mit ihrer Kinderfixiertheit. Aber im Endeffekt bin ich ganz genauso ätzend.
Oje oje, wo führt das nur hin.
September 22nd, 2006
Diva
2 Stück Brot mit Caprice des Dieux
1 Waldbeere Joghurt mit Kellogg’s Smacks
4 Scheiben Fleischkäse mit scharfem Senf
½ Packung Haribo Happy Cola
1 Handvoll Jelly Beans Tangerine
1 Tiefkühlpizza Toscana
5 Salbeipastillen
1 Schale Erdbeeren mit Rahm
1 Schüssel grünen Salat
2 Stück Brot mit Käse
1 Schälchen mit Mousse au Chocolat (Toblerone)
September 21st, 2006
Diva
LG ist auf Geschäftsreise. Das kommt vor. Nicht häufig, aber regelmässig. Mein Schwiegervater sah sich deshalb veranlasst (oder wurde vielmehr von seiner Frau gedrängt), mir ein Mail zu schreiben und mir Hilfe anzubieten, sollte diese dann vonnöten sein. Das ist ja sehr nett, aber ich habe nicht wirklich einen Umzug geplant für die Zeit, in der LG nicht zu Hause ist und so habe ich mich höflich bedankt mit der Bemerkung, dass die Hilfe wahrscheinlich nicht nötig sein wird.
Aber gestern, als ich im Wohnzimmer sass, sah ich auf einmal eine grosse, fette Spinne durch den Raum spazieren. Ich wollte kreischen und meinen Schwiegervater anrufen, damit er das Tier aus meinem Heim entsorgen möge, aber dann kam mir in den Sinn, dass ich gar keine Angst habe vor Spinnen.
Mist.
September 20th, 2006
Diva
Gestern war ich in der Stadt. Mit dem Zug. Das ist wirklich nicht alltäglich, denn mein öV-Karma ist schlecht, schlecht, schlecht. Letztes Jahr zum Beispiel, wollte ich mit der S-Bahn zum Flughafen fahren. Am Ende rief ich ein Taxi, weil der Zug nicht etwa mit Verspätung kam, er kam GAR NICHT. Und weil ich an einem Ort wohne, wohin sich die S-Bahn ohnehin nur einmal die Stunde verirrt, konnte ich nicht einfach auf die nächste warten, wie alle anderen Menschen, die auch auf dem Perron standen und sich doof vorkamen.
Nun ja, gestern war ich also in der Stadt und das ging gut. Sowohl die Hin- wie auch die Rückfahrt gingen ohne komische Zwischenfälle über die Bühne. Trotzdem scheine ich es mir nicht mehr gewohnt zu sein, Zug und Tram zu fahren. Ich fuhr am Nachmittag mit dem 11er vom Stadelhofen an den Rennweg, eine wirklich kurze Distanz. Zuerst blieb ich neben einer älteren Frau stehen, die sich als schon länger ungewaschen entpuppte, weshalb ich mich vom Acker machte und mich neben einen jungen Mann setze, der einen Räuspertick hatte. Er räusperte sich im ca. 3-Sekunden-Takt, was mich nach spätestens 30 Sekunden unglaublich nervte. Vor mir unterhielten sich zwei ältere Damen über das Internet. Die eine sagte, sie hätte kürzlich das Internet angestellt, wofür ich ihr wirklich dankbar bin. Am Bürkliplatz wollte der Räusperer das Tram verlassen, weshalb ich aufstand und mich auf einen Einersitz an der rechten Seite setzte. Kaum abgesessen betrat ein Hüne vom Typ Eishockeyspieler das Tram und stand im Gang, obwohl viele Plätze frei waren. Er schwang seine hünenhafte Sporttasche über die Schulter, nicht ohne mich am Kopf zu streifen. Er merkte es nicht.
Am Rennweg angekommen steuerte ich den Benetton 012 an, wo sich folgender Dialog mit der Verkäuferin ergab:
diva: Sind diese Handschuhe für Neugeborene?
Verkäuferin: Ja, ab drei Monate.
diva: Äh, Neugeborene sind erst nach drei Monaten drei Monate alt.
Verkäuferin: Ja, aber andere haben wir nicht gekriegt.
diva: Danke.
September 19th, 2006
Diva
Meine noch nicht geborene Tochter hat einen iPod Nano mit dazugehörigen Boxen und das kam so. Vor einigen Jahre kaufte ich mir einen normalen iPod, der mir aber bald zu gross, zu schwer, zu protzig erschien. Ich ging also und kaufte mir einen iPod Shuffle, weil klein, handlich, unauffällig. Als ich dann im letzten Winter vier Monate in Asien war um eine Sprache zu lernen, von der ich mir nicht sicher bin, ob man sie überhaupt lernen kann, zog ich los und kaufte noch einen iPod Nano, weil ich nur den Shuffle dabeihatte und ich nicht die Bohne Lust hatte, die Sprachlerntexte auf meinen Shuffle zu laden.
Weil ich ja eben gehört habe, dass Babies gerne Musik mögen, wollte ich einen kleinen CD-Player für das Kinderzimmer kaufen, aber da LG der Typ Mensch ist, der es nicht verkraften würde, ein CD-Abspielgerät von zum Beispiel Fisher Price zu kaufen und weil ich dann die Horrorvision hatte, dass jedes Mal, wenn ich das Gerät anstelle, das erste Lied der CD beginnen und mir das nach drei Tagen zum Hals raushängen würde, entschieden wir, den Nano, der seit Asien nicht mehr im Einsatz war, unserer Tochter zu vermachen, die in ein Paar Monaten zur Welt kommen wird. Da ich ihr aber schlecht Ohrstöpsel in die kleinen feinen Ohrmuscheln stecken kann, mussten wir ihr noch kompatible Boxen besorgen, die wir im Appleshop gefunden haben und die auch schon geliefert wurden.
Meine ungeborene Tochter hat noch kein Bettchen, kein Badewännchen, keinen Kinderwagen. Aber einen iPod Nano mit Boxen.
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