Jetzt lanciert Coop eine Kreditkarte ohne Grundgebühr. Das heisst, dass – sollte ich mich für diese Kreditkarte entscheiden – ich mit dieser einen Karte im Coop bargeldlos einkaufen, dabei noch diese ominösen Punkte sammeln kann und am Ende des Monats eine Rechnung kriege. Das ist eigentlich ganz nach meinem Geschmack und trotzdem kann ich mich mit der Idee nicht abschliessend anfreunden.
Erstens vielleicht, weil ich bereits drei Kreditkarten besitze, was JAAA an der oberen Grenze, wenn man aber bedenkt, dass ich dauernd auf Reisen bin, irgendwie zu rechtfertigen ist. Zweitens habe ich mich bis dato erfolgreich gegen diese Kundenbindungssysteme gewehrt und möchte das eigentlich auch nicht ändern. Und drittens sieht die Karte nicht aus. Nicht, dass es darauf ankäme, aber ich bin nunmal eine Frau und spreche deswegen auf Dinge, die hübsch sind, besser an. Das Coop Supercard-Design ist jedoch nicht das, was ich als den letzten Schrei in Sachen Look & Feel bezeichne.
Heute war in der Sonntagszeitung ein doppelseitiges Coop-Inserat mit der Aufforderung, ein Kartenantragsformular zu bestellen. LG hat sich von mir bewegen lassen, eines zu ordern. Bis es kommt, werde ich mir die Sache mit dieser Kreditkarte nochmals überlegen.
Eines der weitestverbreiteten Irrtümer hierzulande ist meines Erachtens die Möchtegern-Weisheit, dass Geld nicht glücklich mache. Ich glaube, dass das nicht stimmt. Es mag sein, dass Geld allein nicht glücklich macht, wie auch Gesundheit allein oder Intelligenz allein nicht glücklich macht. Ich glaube aber, dass die Chance, glücklich zu werden, mit Geld grösser ist als ohne Geld. Obwohl sie vielleicht nicht ganz so gross ist, wie die Gefahr, ohne Geld unglücklich zu werden…
Man kann mich natürlich als materialistische Diva bezeichnen, aber der Punkt ist der. Ich bin mit meinem Leben mehr oder weniger zufrieden. Sogar meistens mehr als weniger. Zufriedenheit ist die Konstante in meinem Leben, Glück der Moment. Dinge, die ein Glücksgefühl in mir auslösen, haben vielleicht nicht unmittelbar mit Geld zu tun und lassen sich oft auch nicht kaufen, nur die Grundvoraussetzungen, die ich mir schaffen musste, um diese Momente erleben zu dürfen, haben eigentlich ausnahmslos etwas mit Geld zu tun.
Ich kann also guten Gewissens sagen, dass ich Geld schätze und gerne welches besitze. Je mehr, desto besser. Leider sammelt sich bei mir nie etwas an, aber ich arbeite weiter daran.
Auf Wikipedia habe ich soeben folgende Nachricht gelesen:
“Japan hat ein Gesetz bewilligt, das Lehrer dazu auffordern soll, ihren Schülern vermehrt Patriotismus und Traditionsbewusstsein beizubringen.”
Manchmal kann ich gar nicht soviel essen, wie ich eigentlich gerne kotzen möchte.
Nöd ich, mis Panini-Album denk!
Etwas, was ich momentan mit Sicherheit sagen kann, ist, dass es schwierig ist, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen, wenn einem die Machbarkeit des Vorhabens, für welches man die Studie erstellen sollte, unglaublich fest am Allerwertesten vorbeigeht.
Aber ich bleibe dran.
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