Mister good enough

February 5th, 2010 Diva 2 comments

Gerade ist ein Buch von Lori Gottlieb in aller Munde (also – jetzt nicht wirklich, man soll das Buch ja allenfalls lesen und nicht essen, ich habe das also nicht wörtlich gemeint!). Das Buch heisst „on settling Mister good enough“ oder so ähnlich. Einerlei, wie es heisst, es geht darin um Frauen, die auf Mister Perfect warten und dabei alt und runzlig und vor allem unfruchtbar werden und irgendwann feststellen, dass sie zwar eine tolle Karriere (manchmal) aber keinen Mann (meistens) und schon gar keine Kinder haben. Deshalb sollen sie eben nicht auf den sowieso nicht existierenden Mister Perfect warten sondern Mister good enough nehmen.

Traurig.

Aber die Frau hat wahrscheinlich recht. Und das ist ja der traurige Teil dieser Sache. Nicht für mich zwar, denn ich habe mir Mister Perfect geschnappt. Für alle anderen Frauen aber schon. Und das ist doch eher fatal, was einen allfälligen Kinderwunsch betrifft. Denn – und da teilen sich die Meinungen von Frau Gottlieb und mir – mit Mister good enough kann man vieles tun, aber vom Kinder kriegen sollte man absehen. Finde ich. Mal ganz abgesehen davon, dass Frau eventuell auch nicht Miss Perfect ist für Mister good enough, was bedeutet, dass beide für beide nicht mehr als Kompromisslösungen sind und das kann ja nicht gut enden, weshalb es am Ende vielleicht doch besser ist, auf eine tolle Karriere als auf eine katastrophale Kompromissbeziehung zurück zu blicken.

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Winterspiele

February 3rd, 2010 Diva 1 comment

Auf facebook gibt es eine Gruppe, die sich „The Olympic Games“ nennt, von der man Fan werden kann. Soweit so gut. Heute wurde dort die Frage gestellt, auf welche Bewerbe man sich bei den kommenden olympischen Winterspielen in Vancouver besonders freue. Innerhalb von zwei Stunden gab es 1‘424 Kommentare.

Viele davon finden Eiskunstlaufen spannend. Und die alpinen Skirennen. Hockey auch, sogar Curling! Auffällig oft kam noch der Begriff „Luge“ von dem ich – ich gebe es zu – zuerst mal nachschauen musste, was der überhaupt bedeutet. Rodeln. Ja, finde ich auch unglaublich spannend. So spannend, dass ich es kaum ertrage, es zu sehen…

Dann gibt es noch die total originellen Fans, die alles extrem total spannend finden, solange Amerikaner mitmischen. Ich gehöre nicht dazu.

Und dann gab es noch diesen Kommentar eines Mannes, den ich rein optisch der Karibik zuordnen würde, der „high jump“ schrieb. Ich würde sagen, er oder ich haben da etwas falsch verstanden. Trotzdem fand ich ihn irgendwie am sympathischsten.

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Morgens um zehn

January 26th, 2010 Diva 1 comment

Soeben geführter Dialog zwischen mir und Sam:

Sam: WAS?! Du issisch Würstli, am Morge am nüni?

Diva: Nei.

Diva: Nöd am nüni, es isch scho zähni. Gli.

Sam: …

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Viva la Jura

January 22nd, 2010 Diva 4 comments

Es gab da dieses Gespräch zwischen der amerikanischen Anwältin Elisabeth Gilson und unserem lieblichen SVP Repräsentanten Christoph Mörgeli. Es ging um die Uiguren (das sind Menschen aus Uiguristan, zu China gehörend, meist sunnitische Islamisten), die nun von den Amis verscherbelt werden. Die US-Anwältin, die ich ja nicht kenne, die aber nicht gerade der schnellste Pfeil im Köcher zu sein scheint, vertritt die Interessen der Brüder Mahnut, die in Guantanamo inhaftiert sind und offenbar den Wunsch geäussert haben, in einem demokratischen Land leben zu dürfen.

Christoph Mörgeli, dessen Visage ich zu gerne mal als Ziel für einen Tritt mit einem Skischuh zur Verfügung hätte, ist von Frau Gilsons Idee mässig bis wenig begeistert.

Aber darum geht es mir gar nicht.

Vielmehr geht es mir um die Kommentare auf Tagi Online. Da schreibt ein gewisser Baptiste Bieler „Von Guantánamo in den Jura. Die Uiguren können einem nur leid tun…”

Ich schmeiss mich fast weg.

Nachtrag:

Soeben sagte Sam zu mir: du weisst schon, dass es DER Jura heisst.

Diva: Ja klar, wieso?

….

Diva: Aha – das ist eben anders gemeint. Es kommt von Viva la Grischa und dann ist es eben nicht Grischa sondern Jura, aber Du hast recht, das versteht keine Sau. Soll ich den Titel ändern?

Sam: Bö, man denkt einfach, dass Du nicht Französisch kannst.

Diva: okay

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Murphy ist ein Tubel

January 21st, 2010 Diva 4 comments

Wir brauchen ein neues Auto. Mein Volvo ist zwar nett, aber klein. Zu klein. Also habe ich mich mal umgesehen und umgehört und liebäugle mit einem Kia, der zwar unglaublich hässlich, dafür aber gut ist, was das Preis/Leistungsverhältnis betrifft. Ausserdem ist Kia aus Korea und das kann ja so schlecht nicht sein…

Gut. Also habe ich einen spezifischen Wagen angeschaut, bin etwas damit zur Probe gefahren (um festzustellen, dass – wenn man den Fuss auf das Gaspedal drückt – zuerst mal gar nichts passiert, aber was solls, ich fahre ja keine Rennen damit) und brachte meinen Volvo vorbei um eine Eintauschofferte erstellen zu lassen.

Das war vorgestern.

Gestern war ich mit Notschka und Tienka unterwegs zu meiner Freundin im Kanton Bern. So gegen elf Uhr näherten wir unserem Ziel, auf den Rücksitzen schliefen meine Mädchen friedlich vor sich hin, bis Notschka in Kriegstetten die Augen aufmachte, dann den Mund aufriss und sich das Frühstück, den Znüni und sämtliche Flüssigkeiten von zwischendurch nochmals durch den Kopf gehen liess. Sie kotzte nicht nur sich und den Kindersitz sondern auch die Rücksitze voll. Das kann ja schon mal passieren, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist. Aber Eh-ren-wort. Notschka ist jetzt drei Jahre alt, wir fahren fast täglich Auto und hatten nie ein Brechfest.

Merde!

Ich habe dann bei minus drei Grad das Auto rausgeputzt und Murphy verflucht. Morgen hat das Auto einen Termin in der Garage, wo die Sitze rausgenommen, gewaschen, gespült und ausgedämpft werden. Danach seien die Sitze wie neu und geruchlich absolut neutral. Wir wollen es hoffen.

Übrigens ist unser neues Familienauto silbrig, was wirklich übel ist. Aber wir haben uns darauf geeinigt, dass das Auto so oder so hässlich ist und es auf eine schreckliche Farbe schlicht nicht ankommt. Ich habe zu Sam gesagt, ich würde dann das Wort „schwarz“ auf die Seite schreiben, dann könne niemand behaupten, es sei silbrig. Sam konnte sich nicht sooo sehr dafür begeistern.

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