Mister good enough
Gerade ist ein Buch von Lori Gottlieb in aller Munde (also – jetzt nicht wirklich, man soll das Buch ja allenfalls lesen und nicht essen, ich habe das also nicht wörtlich gemeint!). Das Buch heisst „on settling Mister good enough“ oder so ähnlich. Einerlei, wie es heisst, es geht darin um Frauen, die auf Mister Perfect warten und dabei alt und runzlig und vor allem unfruchtbar werden und irgendwann feststellen, dass sie zwar eine tolle Karriere (manchmal) aber keinen Mann (meistens) und schon gar keine Kinder haben. Deshalb sollen sie eben nicht auf den sowieso nicht existierenden Mister Perfect warten sondern Mister good enough nehmen.
Traurig.
Aber die Frau hat wahrscheinlich recht. Und das ist ja der traurige Teil dieser Sache. Nicht für mich zwar, denn ich habe mir Mister Perfect geschnappt. Für alle anderen Frauen aber schon. Und das ist doch eher fatal, was einen allfälligen Kinderwunsch betrifft. Denn – und da teilen sich die Meinungen von Frau Gottlieb und mir – mit Mister good enough kann man vieles tun, aber vom Kinder kriegen sollte man absehen. Finde ich. Mal ganz abgesehen davon, dass Frau eventuell auch nicht Miss Perfect ist für Mister good enough, was bedeutet, dass beide für beide nicht mehr als Kompromisslösungen sind und das kann ja nicht gut enden, weshalb es am Ende vielleicht doch besser ist, auf eine tolle Karriere als auf eine katastrophale Kompromissbeziehung zurück zu blicken.

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