SBB An- und Durchsagen

March 21st, 2016 No comments

Mein ÖV-Karma ist, ich habe es das eine oder andere Mal bereits erwähnt, unfassbar schlecht. Schlecht, schlecht, schlecht. Kürzlich habe ich mich für die S-Bahn entschieden und nur gerade eine Viertelstunde Reserve einkalkuliert. Das, weil ich im Normalfall viel zu früh los gehe und dann noch vieler zufrüher vor Ort bin, um mir dann Krampfadern in die Beine zu warten. Ich sass da also in der Bahn, die gefühlt alle 23 Meter anhält um dann 27 Minuten lang Menschen aus- und einsteigen zu lassen. So gut so quälend. Wir tuckerten also durch den schmucken Kanton Zürich (kleiner Scherz am Rande, es handelte sich um das Limmattal), nur, um dann in Niedervordergümligen geschlagene 17 Minuten (in echt jetzt, nicht nur gefühlt, im Fall!) aufgrund eines technischen Defekts zu warten. Wenn man es eilig hat, schmerzt jede verstrichene Warteminute jede Zelle des Körpers. Und dann endlich, die Durchsage „Ihr Lokomotivführer konnte die Störung beheben“. Das war der Moment, an welchem ich angefangen habe, den Durchsagen im Zug soviel Beachtung zu schenken, wie ich sie nicht ignorieren kann. Und da ist mir aufgefallen, dass an gewissen Bahnhöfen sowas wie „Wir begrüssen Sie in der S-XY nach Sowieso…“ ertönt und das genau dann, wenn der Zug angehalten hat, sich die Türen aber noch nicht geöffnet haben. Also dann, wenn sich die Passagiere, die aussteigen wollen, noch im Zug befinden und die, die nach Sowieso fahren möchten, noch nicht eingestiegen sind und deshalb keinen Ton mitbekommen. Diese Durchsage also entbehrt meines Erachtens jeder Sinnhaftigkeit. Seither steigt mein Blutdruck jedesmal merklich, wenn sie ertönt. Immer dann, wenn der Zug anhält und nie dann, wenn der Zug anfährt. Genau genommen macht mich diese Durchsage jedes Mal noch wütender und ich würde am liebsten die Lautsprecher anschreien. Und neuerdings werde ich schon sauer, bevor der Zug anfängt zu bremsen, weil ich weiss, dass die Durchsage zu früh erklingen wird. Und kürzlich habe ich schon genervt meine Augen gerollt, bevor ich die Treppe zum Perron raufgekraxelt bin. Und eigentlich nerve ich mich schon jetzt, obwohl ich erst in ein paar Tagen wieder Zugfahren werde. Verdammt, WIESO wird diese Durchsage zum FALSCHEN Zeitpunkt abgespielt? WARUM? UND WESHALB BLOSS MERKT DAS KEINER UND SEIT WANN IST DAS SO UND WIESO MELDET DAS NIEMAND?

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Fingerabdrücke

March 15th, 2016 No comments

Ich habe meine Fingerabdrücke auf dem Messer eines mir unbekannten Typen hinterlassen und das kam so:
Gestern bin ich mit der S12 nach Hause gefahren. Die ist in den Stosszeiten jeweils gut bevölkert, aber da ich schon in Winterthur einsteige, stehen die Chancen jeweils gut, dass ich sitzen kann. Da sass ich also, an meinem Fensterplatz, als sich ein junger Mann, vielleicht 20 Jahre alt, mir gegenüber hinsetzte. Er war schwer beladen mit einem grossen Rucksack und einem Tortentransportierbehältnis, in dem aber keine Torte war. Er setzte sich also und nestelte an allerlei Sachen rum. An seinem Pulli zum Beispiel, der aussah wie ein Poncho, aber eben mit Ärmeln und einer langen Kapuze, die die Form einer Zwergenmütze in gross hatte. Dann, nachdem er genug auf dem Sitz rumgerutscht war, zog er ein Ausmalbuch und ein Stifteetui aus seinem Rucksack. Er legte das weiche Stifteetui auf seine Beine, schlug das Buch auf und fing an, mit einem gelben Leuchtstift ein Bild akkurat auszumalen. Vor lauter Fuchteln glitt ihm der Stift aber auf einmal aus der Hand und auf den Boden. So gut es eben geht in einer S-Bahn, bückte er sich, doch damit kippte er sein Etui um und noch mehr Stifte prasselten auf den Boden. Der Typ fing an, seine Filzstifte zwischen meinen Füssen zusammenzusuchen. Ich hätte ihm ja geholfen, aber dann hätten wir unsere Köpfe zusammengeschlagen und das wäre irgendwie blöd gewesen. Als er alle seine Stifte endlich wieder im Etui hatte, malte er weiter. Aber dann, vor lauter Aufregung wahrscheinlich, rutschte er mit dem Stift aus und bäm, gelbe Farbe neben dem Bild. Was also tun? Er holte ein altes Taschenmesser hervor und versuchte, eine Klinge herauszunehmen, leider ohne Erfolg. Er stellte sich dabei so ungeschickt an, dass ich ihn fragte, ob ich ihm in irgendeiner Form helfen könne. Ja, meinte er, und reichte mir das Messer. Nachdem ich mir beim Versuch, die Klinge herauszuziehen, den Nagel abgebrochen habe, meinte er, die Klinge klemme schon lange und dann nehme er eben eine andere Klinge. Danke bestens für die Info, das hätte man dann ja von Anfang an tun können. Ich gab ihm das Messer zurück, und er kratzte mit einer kleineren Klinge die Farbe vom Papier. Und während er da kratzte und malte und wippte und fuchtelte und rutschte, überlegte ich mir, was jetzt alles passieren könnte in meinem Leben, jetzt, da sich meine Fingerabdrücke auf dem Messer eines mir unbekannten, eher eigenartigen jungen Mannes befanden, der, mit einer leeren Tortentransportierbox neben sich, mit Leuchtstiften in einem Mandalabuch malte und an seinem Poncho, der kein Poncho ist, herumzupfte. Hilfio!

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Muddis auf facebook

March 12th, 2016 No comments

facebook, mal wieder. Ich bin seit ein paar Tagen Mitglied einer Gruppe von Frauen, die allerlei Krims, insbesondere Occasions-Kinderkleider feilbieten. Ich hielt das für eine prima Idee, bin ich doch eine Mutter und habe einerseits Krims, halte meine Augen andererseits für Krams offen. Am selben Tag noch, habe ich die Notifizierung für diese Seite allerdings wieder deaktiviert. Ich ertrage sie nicht. Da ist zum Beispiel die Frau, die auf ein Inserat, in welchem Hosen in Grösse 176 angeboten werden, als erstes nach der Grösse derselben fragt. Wenn ich das lese, kriege ich schon das erste Mal Plaque. Kaum schaltet jemand ein Inserat, stürzen sich die Mütter wie Hyänen auf das Produkt. Meistens stellt sich später heraus, dass sie es gar nicht haben möchten, geschweige denn brauchen können, aber den Fuss mal drinzuhaben schadet ja nichts und da die erste den Zuschlag kriegt, wird ohne nachzudenken einfach mal reingegrätscht. Finde nur ich so etwas abstossend?

Heute habe ich, aus einem mir unerklärlichen Anflug von Masochismus, wieder in die Gruppe reingeguckt. Eine Frau suchte Jungenschuhe in der Grösse 37. Daraufhin postet eine andere ein Bild von abgelatschten Tretern mit dem Kommentar, sie seien aber Grösse 36. Und ich frage mich dabei, was genau an „Jungenschuhe in Grösse 37“ die Frau wohl nicht verstanden hat. Ich weiss, dass es mit meiner Toleranz schlecht bestellt ist. Ich weiss, dass andere Menschen anders ticken. Ich weiss, dass Frauen spezielle Wesen sind, bin ich doch selbst eine. Ich weiss auch, dass Mütter mitunter seltsame Wandlungen durchmachen. Aber doch nicht SO!

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Wechstaben Verbuchseln

March 10th, 2016 2 comments

Vor ungefähr 87 Jahren habe ich angefangen zu bloggen. Vor drei Jahren habe ich damit aufgehört. Vorgestern hat mein Provider (er gehört natürlich nicht wirklich mir, er hostet nur meinen Blog) ein Update gemacht und so wurde ich an meinen veralteten Er-ist-ja-so-vorgestrig-Blog erinnert. Eigentlich sind das gute Erinnerungen und eigentlich finde ich Blogs toll, aber mittlerweile gibt es Gazillionen davon. Über Mode, Rezepte, Kindererziehung, Politik und andere gehaltvolle Themen. Ich kenne kaum Rezepte und Mode löst bei mir im besten Fall einen Gähnreflex aus. Ich arbeite, mache den Haushalt, assistiere meinen Kindern bei was auch immer gerade ansteht und versuche, soviel Schlaf wie möglich zu ergattern. Nichts, worüber zu schreiben viel Sinn machen würde. Das einzige, was mir gerade in den Sinn kommt, ist das Kentucky Schreit Ficken Spiel, das meine Bürokollegen und ich gestern in der Migros gespielt haben. Das fing ganz harmlos an, möglicherweise mit Sauchluppe. Oder mit Edam und Ava. Ich habe dann mal den Putzfimmel und den Feuerschutz in die Waagschale geworfen, was schon richtig für Stimmung sorgte. Aber dann brachte Olli sich ein. Ich weiss, dass ich ein mehr oder weniger einfaches Gemüt habe, schon klar. Aber echt jetzt, „Fickes Outschit aus simmernder Scheide „ – hallo? Kreiiiisch, ich habe mich fast eingenässt. Nun gut, ich denke mal über angemessenere Themen nach und komme allenfalls zurück. So long!

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Antipathielieste

March 8th, 2013 No comments

Weil ich der personifizierte Sonnenschein bin und immer nur gute Laune verbreite, bin ich zum Schluss gekommen, dass ich für einmal eine Antipathieliste publizieren sollte. Es gab natürlich ähnliche Posts in der Vergangenheit, aber nie in dieser konkreten Form.

Und weil ich niemanden lange auf die Folter spannen möchte, verzichte ich auf viel Schnickschnack und komme gleich zur Sache. Ohne Vorspiel sozusagen. Skip intro. So. Jetzt. Da:

Rang 10
Toni Brunner

Rang 9
Kim Jong Un

Rang 8
Christoph Mörgeli

Rang 7
Roger Köppel

Rang 6
Petter Northug

Rang 5
Edith Hunkeler

Rang 4
Natalie Rickli

Rang 3
Sascha Ruefer

Rang 2
Sascha Ruefer

Rang 1
Sascha Ruefer

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